Jean-Luc Picard
Gespielt von: Patrick Stewart
Rasse: Mensch
Geboren: 2305, Frankreich, Erde
Wichtige Daten
2333 Als erster Offizier auf die USS Stargazer versetzt, kurze Zeit später zum Captain befördert
2355 Angriff der Ferengi auf die Stargazer - Die Crew muss das Schiff verlassen
2064 Picard erhält das Kommando über die Enterprise D
2371 Zerstörung der Enterprise D - Picard wird im Nexus mit einer möglichen Zukunft konfrontiert (er ist dort verheiratet und hat Kinder) - Zusammentreffen mit Admiral Kirk
2372 Übernimmt das Kommando der Enterprise E
Persönlichkeit
Zu Anfang erweckte Picard den Eindruck eines recht reservierten Perfektionisten.
Er erscheint nicht im geringsten eingeschüchtert davon, dass er nun das Flaggschiff der Sternenflotte kommandiert - und die Leistungen seiner Vorgänger doch recht große Erwartungen wecken.
Entschlossen, den Anforderungen des Dienstes gerecht zu werden, wählt er seine Offiziere sehr gründlich aus. Für den ersten Offizier entscheidet er sich auf Grund von dessen beeindruckender Dienstakte, die Sicherheitschefin hat ihn ebenso wie ein junger Flight Control Offizier bei einer früheren Begegnung beeindruckt.
Die einzige Schwäche des Captains, die schon in der ersten Doppelfolge zu Tage tritt, ist seine Abneigung gegen Kinder. Er gesteht, ganz und gar nicht begeistert von der Vorstellung zu sein, ein Schiff voller Frauen und Kinder zu kommandieren.
Doch auch seine Stärken kann der Hobby-Archäologe schon in der ersten Folge demonstrieren:
Während der von Q inszenierten Gerichtsverhandlung beweist er nicht nur profunde Kenntnisse der irdischen Geschichte, sondern auch eine Fähigkeit zur Einfühlung und zum Mitgefühl mit fremden Wesen, sowie seinen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn - eine Eigenschaft, die auch in späteren Folgen häufig zu Tage tritt - und ihn gelegentlich in Schwierigkeiten bringt.
So bringen ihn sein Sinn für Gerechtigkeit und »Ehre« mehrfach in Konflikt mit der obersten Regel der Sternenflotte - der ersten Direktive. Obwohl er sich meist streng an die Vorschriften hält, gibt es doch immer wieder Situationen, die es erfordern, dass er diese etwas kreativer auslegt.
Picard kann sich nicht nur für Archäologie begeistern, sondern auch für antike, auf Papier gedruckte Bücher, Holo-Abenteuer wie zum Beispiel »Dixon Hill«, klassische Musik und Sport.
Im Fechten ist er exzellent, und auch in Parises Square war er zu seiner Zeit ein As.
Gesundheitlich ist er Dank der fortgeschrittenen Medizin seiner Zeit in gutem Zustand - und das, obwohl sein Herz schon vor Jahren durch ein künstliches ersetzt wurde.
Obwohl er ein außerordentlich fähiger Taktiker ist, sieht Picard sich doch, im Einklang mit der Mission der Enterprise, vor allen Dingen als Forscher und Diplomat.
Er erweist sich immer wieder als eine starke Führungspersönlichkeit, die Loyalität und auch Freundschaft in seinen Untergebenen erweckt. Wenige Tage nach seiner Assimilation durch die Borg wird er befreit, und es gelingt ihm als ersten Menschen, aus dem Kollektiv auszubrechen und seine Individualität zurückzuerlangen.
Noch Jahrelang leidet Picard unter den Nachwirkungen dieses Erlebnisses - doch seine Pflichten, seine Lebensfreude und sein Verhältnis zu seinen Freunden beeinträchtigt das kaum.
Der selbstsichere Franzose hat in seinem Leben schon einige Liebschaften hinter sich - doch keine kann es mit dem Ruf der Sterne aufnehmen. Immer wieder zeigt sich, dass er sich von Beverly Crusher angezogen fühlt, doch weder in der Serie noch in den Filmen entwickelt sich zwischen den Beiden etwas anderes als eine enge Freundschaft.
Patrick Stewart gelingt es dank seines britischen Akzents und seiner Erfahrungen als Theater-Schauspieler, sowie auf Grund seiner starken persönlichen Ausstrahlung, den Forscher, Entdecker und Philosophen Picard beinahe perfekt zu verkörpern.
Er meistert die Kombination aus würdevollem Selbstbewusstsein, trockenem Humor und einem romantischen Zug perfekt, und wird dafür zu Recht von Kritikern wie Fans hoch gelobt.





